Schwere Krankheiten

Zum Begriff

Die Dread Disease Versicherung (Englisch, dread: fürchten/grausen, disease: Krankheit), wird häufig als „Schwere Krankheiten“ Versicherung oder -Vorsorge übersetzt. Sie wurde Anfang der 1990er Jahre in Deutschland eingeführt, ist aber – wie der Name vermuten lässt – im anglo-amerikanischen Raum weit verbreitet und ist dort auch unter der Bezeichnung „critical illness“ bekannt. Entwickelt wurde sie in Südafrika von einem Herzchirurgen in den 1980er Jahren.

Die Versicherung

Die Dread Disease ist eine Art Lebensversicherung. Sie zahlt bei der Diagnose einer versicherten Krankheit die vereinbarte Summe sofort aus. Bei den „schweren Krankheiten“ handelt es sich um definierte Vorkommnisse, wozu nicht nur Krankheiten zählen. Das sind z.B. Herzinfarkt, Krebs oder Schlaganfall, aber auch Erblindung oder Taubheit. Sie sind in einem Katalog zusammengefasst. Je nach Anbieter und Tarif unterscheidet sich die Anzahl der versicherten Krankheiten. Aber auch die Zusatzleistungen variieren: So kann bspw. eine Mitversicherung von Kindern möglich sein, Todesfall- oder Erwerbsunfähigkeitsschutz gewählt werden, ein weltweiter oder lebenslanger Versicherungsschutz vereinbart werden oder andere zusätzliche Optionen wählbar sein.

Außerdem unterscheiden sich die Angebote in sicherheitsorientierten und anlageorientierten Modellen. Letztere legen die Beiträge an Kapitalmarkt an und beteiligen den Versicherten an den Erträgen. Bei der reinen Risikoversicherung muss die Auszahlung nicht versteuert werden.

Die Dread Disease ist kein vollständiger Ersatz für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn beide decken völlig unterschiedliche Fälle ab.

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